9/23/2026

Neues lernen: Keramik-Malkurs in Stuttgart

Diesen Samstag probierte ich etwas Neues aus: mit einer Freundin ging ich zu einem Keramik-Mal-Kurs ins Ma Si nach Stuttgart. Da ich zeitig mit der U-Bahn losgefahren war, stieg ich an einer anderen Haltestelle aus und lief vom Bopser bergab durch schöne kleine Straßen hinab zum Restaurant. 






Dort angekommen konnte ich mir einen ersten Eindruck der Farben und Formen verschaffen und Inspirationen sammeln. Dann startete das Event mit Prosecco und einem liebevoll angerichteten italienischen Antipasti-Buffet und kleinen Kuchen, zu denen ich mir noch einen Cappuccino bestellte. 

Die Wahl fiel auf einen großen Kaffeebecher, den ich mit Streifen und meinem Namen verzierte. Einmal im Fluss ergänzte ich das Stück um einen kleinen, passenden Kuchenteller. Als dann immer noch Zeit blieb, bemalte ich spontan noch eine kleine Espresso-Tasse als "Gute-Laune-Becherchen" mit meiner Lieblingsfarbe Gelb und Polka Dots. In frühestens drei Wochen sind die Stücke gebrannt und abholbereit, ich bin sehr gespannt, wie sie geworden sind! 



















Auf dem Rückweg schlenderte ich durchs Heusteigviertel Richtung Schlossplatz mit einem Zwischenstopp in der Stiftskirche Stuttgart, deren opulente Figuren im Chorraum mich immer wieder beeindrucken. 


















9/22/2026

Detailliertere Eindrücke vom mittelalterlichen Klosterleben

Im Anschluss an den Besuch der Klosterruine Hirsau ließ ich es mir nicht nehmen, dem Klostermuseum im Ort einen Besuch abzustatten, das direkt an der ersten Klosterkirche liegt, die dem Heiligen Aurelius gewidmet wurde.




Sehr detailliert ließen sich im Museum Einblicke in das Kloster Hirsau, die Bauweisen sowie das Klosterleben gewinnen. Ergänzt durch ausgewählte Exponate aus der Gegend, sowohl geborgene Figuren und Schlusssteine, oft kunstvoll verziert, des Klosterkomplexes sowie der Kirche Peter-und-Paul, als auch Ausstellungsstücke zur Geschichte des Ortes Hirsau. 

Besonders der Bereich zum klösterlichen Leben war sehr interessant - die Benediktiner-Mönche erfreuten sich zwar der Möglichkeit zur Bildung - keine Selbstverständlichkeit in damaligen Zeiten - aber mussten dafür in Sachen Hygiene oft zurückstecken. Für Hände & Gesicht gab es in Summe 4 Handtüchern, die nach den Rängen in der klerikalen Hierarchie aufgeteilt wurden. Gebadet werden durfte zweimal im Jahr - vor Weihnachten und vor Ostern - anders als im Kloster Blaubeuren, das ein eigenes Badehaus besaß (wen es interessiert - hier ist der Beitrag zu finden). In Kombination mit nur wenig beheizten Räumen ergab sich ein hoher Krankenstand.

Auch eine interessante Anekdote zum Heiligen Aurelius: erst wurden die Gebeine aus Mailand nach Hirsau geschafft, eine eigene Kirche errichtet, die die Basis für die späteren Klosteranlagen bildete, dann driftete der Heilige über die Jahre in die Bedeutungslosigkeit ab, bis seine Gebeine an einen Adeligen verschenkt wurden, der sie fortan in seinem Keller einlagerte.