8/23/2026

Alpaka-Wanderung

Zu meinem Geburtstag bekam ich dieses Jahr von meinen Eltern etwas ganz besonderes geschenkt: eine Alpaka-Wanderung!

Bei strahlendem Sonnenschein ging es morgens in Ludwigsburg am Favorite-Park los durch die Feldmark zwischen Park und Monrepos-Schloss. Ich hatte mir vorab Freddy ausgesucht, weil er auf seinen Online-Bildern so niedlich aussah und als ruhig & ausgeglichen beschrieben wurde. 

Sagen wir es so: niedlich passte auf jeden Fall! Er war auch der Kleinste der Herde, obwohl einer der Ältesten, und daher wahrscheinlich eher rangniedrig - wir liefen auf jeden Fall immer im hinteren Teil der Kolonne. Bequem war der Herr auch - sobald es ging, wurde nicht - wie die anderen - auf dem asphaltierten Weg gelaufen, sondern auf dem weicheren Gras am Seitenstreifen. Sobald ich das verstanden hatte, klappte es auch ganz gut mit uns beiden. Denn eins war Freddy nicht: ruhig 😀. Wenn er irgendwohin wollte, wollte er da hin. Punkt. 

Es ging also eher das Alpaka mit mir spazieren als ich mit ihm - aber es machte wahnsinnig Spaß! Zum Abschluss gabs noch eine Bio-Brause und Alpaka-Dünger für die Blumen zuhause. 




























Auf den Spuren der Römer im Limesmuseum

Das Limesmuseum in Aalen befindet sich auf einem Teil des ehemals größten Römerkastells nördlich der Alpen. Als Reiterkastell errichtet, beherbergte es römische Soldaten mit ihren Pferden, die Patrouillen entlang des Limes durchführten. Als ummauerte Kaserne aufgebaut, bestand es aus einem Stabsgebäude, Mannschaftsbaracken, einer Werkstatt und dem Wohnhaus des Kommandanten. Dabei war es keine zu verteidigende Fe

Das Museum ist in zwei Teile aufgebaut: im Erdgeschoss findet sich eine sehr interessant und lehrreich gestaltete Ausstellung zur römischen Kultur sowie dem soldatischen, aber auch alltäglichen Leben um den Limes herum. Viele Funde und Artefakte aus der Umgebung der schwäbischen Alb, aber auch aus Stuttgart sind dort zu besichtigen - nach verschiedenen Themenfeldern geordnet. 

So lässt sich Schritt für Schritt erleben, wie die Kastelle entlang des Limes aufgebaut waren und wie der Alltag dort aussah - mich erstaunt, für wieviel Götter und Gottheiten separate Altäre angefertigt wurden - z.B. fand sich in Bad Cannstatt ein 4-Wege-Göttinnen-Altar an einer Kreuzung, an der vier Straßen zusammenliefen. Es gibt viel zu bestaunen: von einem bronzenen Soldaten-Helm mit Kettenhemd, die in einem Brunnen vor Feinden versteckt wurden, zu Alltags-Keramik, Festtags-Masken, die Soldaten bei Umzügen trugen, Spiel-Utensilien wie einem fast neu aussehenden Würfel bis hin zu Verzierungen des Reitgeschirrs - wodurch die Soldaten ihre Individualität ausdrücken konnten. 





Namensvetterin









alea iacta est


















römische Buchhaltung








römischer Gepäckanhänger



Begrenzungs-Pfahl

















Im Obergeschoss lässt sich der Weg des Limes in Baden-Württemberg über 164 Kilometer nachvollziehen - aus Osten bis zum Kloster Lorch kommend und dann geradeaus nach Norden abbiegend. Zeichnungen formen zusammen mit aktuellen Bildern eine Erinnerung daran, wie es zur Zeit der Römer aussah - ergänzt um Fundstücke der jeweiligen Orte. 
















Das Museums-Außengelände beherbergt die freigelegten Fundamente des Stabsgebäudes, einen rekonstruierten römischer Baukran sowie einen Nachbau einer Mannschaftsbaracke, in der pro Abschnitt drei Soldaten mit ihren Pferden zusammenlebten - auf einen kleinen Stall folgt ein Arbeits-/Wohn-Raum mit Küche - es herrschte Selbstverpflegung - geschlafen wurde unter dem Dach. Zusätzlich zu den weitläufigen Fundamenten, in denen lokale Steine - vereinzelt mit Fossilien - verbaut sind, bietet der Außenbereich auch eine kleine Ausstellung verschiedener Altäre, die in der Umgebung gefunden wurden.


















Ein Großteil des ausgedehnten Kastells befindet sich unter dem nahegelegenen alten Friedhof, ein wirklich schöner Ort der Stille - kurz vor der kleinen Kirche sind auch hier Fundamente eines römischen Gebäudes freigelegt worden.