3/27/2016

Columbus -

Nachdem ich von der Idee, über Ostern zu den Amish zu fahren, wieder abgekommen war (das plane ich besser für einen Freitag/Samstag im Mai oder Juni), habe ich mich Karfreitag spontan entschieden, nach Columbus (auch Ohio) zu fahren. Der Weg von 3.5 Stunden Autofahrt erforderte eine Übernachtung, aber ein schönes Hotel im Zentrum war schnell gefunden.
Am Samstag morgen ging es früh los auf die Straße und ohne Stau kam ich noch weit vor dem Mittag in Columbus an. Mein erster Weg führte direkt zum North Market - der Markthalle. Nach etwas Schlendern und Begutachten des Angebotes entschied ich mich für eine Manhattan Clam Chowder (statt der 'Standard' Chowder auf Tomatenbasis) und für das Probieren eines Piroggi.



Gesättigt ging es weiter zum Hotel und von dort aus los mit der Erkundungstour zu Fuß. Der erste Weg führte vorbei am Capitol entlang dem Gay Street District Richtung Fluß.












In der Nähe des Scioto Riverwalk - eines schön angelegten Parks am Flussufer, in dem es sich gut spazieren gehen oder in der Sonne sitzen lässt - befand sich die Columbus Cityhall vor der eine beeindruckend große Statue des Namensgebers der Stadt zu finden ist.





Wie auf den nächsten Bildern gut erkennbar ist - Columbus besitzt zwar im Downtown-Gebiet einige Hochhäuser, aber eine überschaubare Anzahl. Generell machte die Stadt einen schönen, aber ruhigen Eindruck auf mich. Trotz des schönen Wetters fanden sich am Riverwalk weniger Spaziergänger als ich erwartet hatte.








Vom Park aus ging es zurück in die Innenstadt und von dort aus Richtung German Village.


Das German Village war - anders wie Frankenmuth - im Großteil kein kitschiger Tourismus, sondern wie eine Kleinstadt aufgebaut mit vielen kleinen Steinhäusern, Kopfsteinpflaster - zum Teil sehr uneben -, kleinen Geschäften und wunderschön blühenden Kirsch- und sonstigen Bäumen. Natürlich gab es auch ein paar überspitzt kitschige Geschäfte und Restaurants, aber im Großen und Ganzen hat es mir wirklich sehr gut gefallen. Im 'German Book Loft' hätte ich Stunden lang stöbern können - das Haus war der verschachtelste, gemütlichste Buchladen den ich jemals besucht habe, nur recht überlaufen. Zum Glück hatte ich mich vorab in einem französisch angehauchten Café mit Café au Lait und einer wunderbaren Tarte au Citron gut gestärkt. 













Der Schiller Park bildet das südliche Ende des German Village, inclusive Nachbau einer Schiller-Statue. Da das Wetter schön sonnig war, habe ich dort bereits auf einer Bank begonnen, mein erstandenes Buch zu lesen.









Zurück ging es dann über einen kleinen Umweg im Brewery District, wieder zum Fluss - da es mir dort so gut gefallen hatte, über Downtown zurück ins Hotel. Meine Füße haben sich nach dem vielen Laufen, vor allem auf dem Kopfsteinpflaster, doch bemerkbar gemacht.





2/21/2016

Sturm-Vogel

Nach dem Wintersturm - den mein Apartment glücklicherweise ohne Stromausfall überstanden hat - sind die Vögel wiedergekehrt - Möwen, Spechte, Spatzen, Gänse, der Bussard & mein Lieblings-Bluejay :




2/20/2016

Zwangs-Pause

Die letzten Wochen hatte ich bereits öfters - vor allem auf 'Little things' angedeutet, dass die Arbeitsbelastung gerade über einen langen Zeitraum sehr hoch ist. Ich habe mal überschlagen incl der Zeiten wo ich Zuhause unter der Woche & am Wochenende arbeite sowie die Arbeitstage, an denen ich mittlerweile jeden Tag mind. 11-12 Stunden im Büro bin - da kommt schon einiges zusammen... Zudem der Druck, trotz der Tatsache dass ich in meinem Leben momentan nur noch Arbeit als Fokus habe und so gut wie kein Privatleben mehr - Chor aufgegeben, keine privaten Treffen, kein Kino, kein Paint&Pour etc. - trotzdem mit so vielen Themen zugeschüttet werde, dass ich das Gefühl habe nur noch unterzugehen.
Jetzt gab es dafür anscheinend die Quittung - mich hat schon wieder eine Grippe erwischt, daher mache ich regelmäßig Sport, esse viel Gemüse und nehme alles mögliche an Vitaminpräparaten. Aber ich glaube irgendwann kann der Körper wohl nicht mehr so ganz wenn in der vieldiskutierten 'Work-Life-Balance' das Thema Work gefühlte 80% deines Lebens einnimmt...
Am Donnerstag bin ich aufgewacht und habe mich schon komplett erschlagen gefühlt. Trotzdem ab ins Büro - ich musste eine wichtige Präsentation halten mittags - und dort habe ich mich zumindest noch bis zur Präsentation durchgequält und bin um halb 2 zum Arzt gefahren.
Hier zeigte sich wieder das in manchen Dingen doch recht unterschiedliche System USA - Deutschland. Ich brauchte eine Krankschreibung - Deutschland: 2fache Ausfertigung zur Vorlage Arbeitgeber, Krankenversicherung, ausgedruckt etc. / hier : Standard-Blatt wo nur Datum eingetragen wird. Des Weiteren: Verschreibung eines Grippe-Mittels. Statt Rezept ruft der Arzt in einer CVS Filiale an, wo man hinfährt, wartet, alle Daten überprüft werden und man dann in einer kleinen Papiertüte das Medikament bekommt. Nun hatte der Arzt mir Tamiflu verschrieben (nach Internet-Recherche habe ich beschlossen es nicht zu nehmen, sondern bei meinen Standard-Mitteln zu bleiben, das kam mir doch etwas hart vor zumal auch nicht gesichert schein dass es überhaupt wirksam ist...) - ein Mittel mit starken Nebenwirkungen. Trotzdem wird Dir eine Tüte in die Hand gedrückt und nichts gesagt hinsichtlich Einnahme, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten etc... Mir ehrlich gesagt unbegreiflich.
Nun liege ich also entweder im Bett oder auf dem Sofa und versuche mich auszuruhen während draußen ein Wintersturm tobt. Gestern Abend hatte ich dafür einen schönen Sonnenuntergang:


Beim Ausruhen finden sich zumindest einige interessante oder lustige Artikel, z.B.:

http://www.boredpanda.com/solar-system-illustrations-desperate-planets-nagy-hajnalka/

http://www.boredpanda.com/valentines-day-love-manual-ikea-singapore/

http://www.boredpanda.com/we-make-postcups-postcard-coasters-that-turn-coffee-stains-into-fun-illustrations/

http://www.boredpanda.com/i-turn-starbucks-cups-into-art/

Trotzdem - ich gebe es zu - bin ich genervt, nicht fit zu sein, zum Sport zu können etc. ... Aber ich denke jetzt brauche ich wohl einfach Geduld.

2/06/2016

Business Trip West Coast

Am Dienstag ging es früh morgens los zum Business Trip nach San Francisco & Palo Alto. So konnte ich zumindest einen kurzen Eindruck von San Francisco bekommen und überlegen, ob ich dort noch einmal für einen Urlaub hinfliegen möchte.
Natürlich stand die Arbeit im Vordergrund & wir haben kein großartiges Sightseeing gemacht, aber die Golden Gate Bridge stand dann schon auf unserem Programm. Da das Hotel am ersten Abend am Fishermans Warf lag - also eher im Stadtzentrum - führte die Fahrt dorthin auch durch die Innenstadt und ich konnte einige Eindrücke gewinnen - für eine Großstadt eher eine geringere Anzahl von Hochhäusern, viele warme Farben und sehr hügelig. Gerade die Steigungen um die Gegend der Lombard Street waren einfach nur beeindruckend - und beim Herabfahren beängstigend für jemanden wie mich der noch nie in einer Achterbahn saß...





Ausblick auf Alcatraz :

An der Golden Gate Bridge habe ich zum ersten Mal live einen Kolibri gesehen, der ein schönes glänzendes Federkleid am Kopf hatte. Leider war das Photo aufgrund von Gegenlicht etwas schwierig. Faszinierend wie schnell der geflogen ist und welche Geräusche dabei entstehen - ähnlich dem Brummen eines großen Insekts.








In Palo Alto waren wir nur im Office und beim Kunden, dort habe ich keine Bilder machen können. Was mich allerdings sehr überrascht hat war die wunderschöne, grüne Landschaft dort. Keine Hochhäuser dafür grüne Hügel mit weidenden Kühen oder Pferden.
Der Rückflug am Freitag bedeutete um kurz vor 4 Uhr morgens aufzustehen - dafür gab es beim Starten schöne Eindrücke des nächtlichen San Francisco. Diesmal war der Flug auch ruhiger und es gab mehr Möglichkeiten für freie Sicht auf die Rocky Mountains- incl. der Entdeckung einer - aus meinen Augen - James-Bond-Festung :) (mal sehen wer sie auf einem der Bilder findet ...).