11/26/2023

Wien im Winter: Aufwärmen bei den Schmetterlingen

Wien im Winter ist wunderschön - Weihnachtsmärkte, stimmungsvolle Beleuchtung, warmer Punsch - aber auch ziemlich kalt. Wer eine kurze Pause zur Aufwärmung braucht dem sei das neben der Albertina gelegene Schmetterlingshaus zu empfehlen. 

Es liegt in der Nähe des Kunstmuseums Albertina sowie der Hofburg - auf dem Weg dorthin durchquere ich den Burggarten, in dem sich noch die letzten herbstlichen Farben im Sonnenschein zeigten.










Folgt man den verschlungenen Pfaden im Gewächshaus, vorbei an tropischen Pflanzen, bunten Blüten und kleinen Futterstellen, lassen sich überall bunte Falter entdecken, die sich auf Blüten oder an den großen Fensterbänken ausruhen. Ein Teich in der Mitte beherbergt große Goldfische und auf einer zweiten Etage lässt sich über dem Blätterdach wandeln und neue Perspektiven entdecken. In zwei Kinderstuben sind Raupen in verschiedenen Stadien der Verpuppung zu sehen, ein Schmetterling kroch gerade aus seinem Kokon. 





























Eine Bibliothek wie aus "Die Schöne & das Biest" - Prunksaal Nationalbibliothek Wien

Bibliotheken üben auf eine begeisterte Leserin wie mich eine magische Anziehungskraft aus - so viel Wissen zwischen ledergebundenen Deckeln. Vor allem in historischen Bibliotheken finde ich es faszinierend zu sehen, mit welcher Kunstfertigkeit und Liebe zum Detail die Schriften illustriert wurden. Nicht umsonst war Belle meine Disney-Lieblingsprinzessin - ihrer Liebe zu Büchern sei Dank. So begeistert wie sie im Film von der Schlossbibliothek war, so hat mich auch der Prunksaal der Nationalbibliothek in Wien begeistert. 

Durch ein relativ schlichtes, steinernes Treppenhaus erreicht man die großen Flügeltüren - und auf einmal steht man in einem Traum barocken Glanzes. Überall hohe hölzerne Regale voller ledergebundener Wälzer, verschiebbare Holzleitern um an die oberen Regale zu gelangen, dazwischen Schaukästen mit alten Schriften (leider waren bei diesem Besuch viele wegen einer Photoausstellung nicht zugänglich was ich sehr schade fand). 

Ergänzt wird der Dekor durch große Statuen, Fresken und wunderbare Deckengemälde. Besonders das im mittleren Saal besticht durch eine Vielzahl von Details. 




























P.S. Wer nicht bis nach Wien reisen möchte um eine prunkvolle Barock-Bibliothek zu sehen dem kann ich auch wärmstens die des Klosters Wiblingen bei Ulm empfehlen - wer vergleichen möchte findet die Bilder hier