Schon lange hatte ich geplant, die Klosterruine in Hirsau zu besuchen. Ein sonniger Tag im September bot sich perfekt für eine Erkundung an - nachdem ich (Stau auf der Autobahn) die abenteuerliche Fahrt durch enge Feldwege überstanden hatte.
Das Kloster Hirsau liegt im Nagold-Tal nahe Calw und beherbergt die Reste einer ausgedehnten, bedeutenden mittelalterlichen Benediktiner-Abtei. Nach einem Brand und dem Fall in die Bedeutungslosigkeit entschloss man sich, das Kloster nicht wieder aufzubauen, sondern verfallen zu lassen - viele Bauten wurden als "Steinbruch" genutzt und abgetragen. Aktuell stehen nur noch Fundamente, einzelne Grundmauern sowie einer der Türme - der Eulenturm - sowie die wunderschöne Marienkapelle. Umrundet wird das Klostergelände durch historische Gebiete die jetzt als Verwaltungs- und Wohngebäude dienen.
Der Eulenturm, 1120 fertig gestellt, bildete einen Teil der Doppeltürme der Klosterkirche St. Peter und Paul. Geschmückt wird er von einem auffälligen Figuren-Fries aus rotem Sandstein, in dem bärtige Gestalten und Tiere dargestellt sind - die Bedeutung jedoch ist über die Jahrhunderte verloren gegangen.
Den letzten Teil des Klosterkomplexes bilden die Reste des Jagdschlosses, das nach der Reformation durch Herzog Ulrich errichtet wurde, nachdem er das Kloster in Besitz genommen und die Mönche vertrieben hatte. Als Sommerschloss genutzt, fiel auch das Jagdschloss dem Brand infolge des Pfälzischen Erbfolgekriegs zum Opfer.
Zum Abschluss der Besichtigung ließ ich mich für ein Stück Käsekuchen und Kaffee im Klostercafé nieder - sehr zu empfehlen! Wunderbarer Kuchen, sehr liebevoll angelegt und schöne Blicke auf das Gelände.
























































































Wow, einfach super! Ich habe mein absolutes Lieblingsbild auch schon entdeckt und bin total begeistert
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