12/30/2016

Flying home for Christmas

Weihnachten 2016 - wie schnell das Jahr vergangen ist...
Auch diesmal habe ich Weihnachten bei meiner Familie zuhause verbracht. Los ging es am Samstag vor Heiligabend, diesmal mit Delta über Amsterdam - trotz Schneeregens in Detroit (dort sah es die letzten Wochen schon sehr weihnachtlich aus mit Massen an Schnee) hat alles gut geklappt  & es gab einige interessante Filme im Flieger die mich darüber hinwegtrösteten dass ich partout nicht schlafen konnte.
Nach dem Plätzchen-Backen gleich nach der Landung ging es in den ersten Tagen zum Weihnachtsmarkt in Hildesheim & Hannover sowie zu einer gelungenen GOP Varieté Veranstaltung.











Leider war ich dieses Jahr krankheitsbedingt auf etwas Schonkost festgelegt und musste bis auf Heiligabend auf Alkohol verzichten, aber wir hatten eine sehr schöne Zeit. Zum Glück war unser traditionelles Weihnachts-Dinner mit Jakobsmuscheln, Gambas und Hummer schon recht magenfreundlich (zumindest etwas). Von den Magenschmerzen lenkte der schönste Weihnachtsbaum, den wir seit langem hatten, ab. Dieses Mal benötigte ich zum Schmücken zwei Schachteln Kugeln mehr 😀.








Ganz gemütlich verbrachten wir den Heiligabend so am festlich geschmückten Baum und ließen es uns gut gehen. Papa und ich übten etwas Weinverkostung mit meinen Erkenntnissen, die ich während meines Weinkurses gewonnen hatte. Der Viognier den ich für die Meeresfrüchte besorgt hatte, gefiel uns beiden sehr gut und hatte ein wunderbares Aroma. Nach der Bescherung ging es ans Crème Brûlée Flambieren, dazu genoßen wir erst etwas Tempranillo und einen Port.









Am Zweiten Weihnachtstag kamen meine Tante und mein Onkel zu Besuch und wir feierten noch einmal im kleinen Familienkreis.
Ein schönes, besinnliches Fest !


12/10/2016

Wein ist Poesie in Flaschen.

Dieses Jahr habe ich etwas Neues ausprobiert - nachdem ich letztes Jahr durch Paint & Pour zum Malen gefunden hatte, wollte ich nun etwas mehr ueber mein zweitliebstes alkoholisches Getraenk nach Gin erfahren.
In Northville wurde in einem kleinen exquisiten Weingeschaeft ein sechswoechiger Weinkurs angeboten, in dem eine Sommeliere durch verschiedene Anbauregionen fuehren und entsprechender Wein verkostet werden sollte.
Mein Startpunkt sah folgendermassen aus: Ich mag Rotwein, gerne Zinfandel, oder auch einen Merlot. Weisswein hatte mir bis jetzt noch nicht so gut gefallen, in Paris haben Inke und ich immer Rose getrunken. Getrunken ist hierbei das richtige Stichwort - am Wein gerochen habe ich bisher noch nicht. Viele Rebsorten kannte ich vom Namen, aber hatte sie noch nie probiert.
Der erste Kurs setzte genau hier an - wir lernten welche Schritte beim Wein-Verkosten durchgefuehrt werden & welche Rebsorten es gibt. Zu den insgesamt sechs Weinen - zwei weisse, vier rote - gab es einen kleinen Snack-Teller mit Nuessen, Kaese & Cracker. Mein groesster Aha-Moment hierbei: Wie wunderbar Wein riechen kann! Zusammen mit der Erkenntnis wie viel ich dadurch bisher immer verpasst habe... Die zweite Erkenntnis - wir verglichen immer zwei Weine in einem "Gang" - war dass mir Cabernet Sauvignon weit besser schmeckte als Merlot. Ausserdem lernten wir woran sich Wein erkennen laesst, der in French Oak oder American Oak geaged wurde.
Ab dem zweiten Kurs startete die Reise durch die grossen Weinanbauregionen der Welt - eine Region pro Kurs. Nach Frankreich ging es zu Italien, dann Spanien zum Abschluss des europaeischen Kontinents. In Amerika widmeten wir uns zuerst Kalifornien, dann Argentinien & Chile.
Fuer mich ebenfalls sehr interessant - neben den Regionen der Anbaugebiete behandelten wir vor allem die Auswirkung der Boden- und klimatischen Begebenheiten auf den Geschmack des Weines. Ist der Boden z.B. sehr karg und die Pflanze muss sich stark anstrengen, um zu ueberleben, fuehrt dies zu besserem Wein - ich haette das Gegenteil erwartet. Je mehr Sonne die Traube erhaelt, desto mehr Zucker wird produziert & damit auch mehr Alkohol. In kalifornischen Weinen ist der Alkoholgehalt daher hoeher als z.B. in franzoesischen Weinen, die Fruchtnoten sind staerker ausgepraegt, dafuer fehlen erdige & mineralische Untertoene. Spanien befindet sich klimatisch und geschmacklich gesehen zwischen diesen beiden Regionen.
Die sechs Wochen gingen so schnell vorbei & hatten mir so gut gefallen, dass ich beschloss, noch zwei weitere Einzelkurse zu buchen - Champagner / Sparkling Wine sowie Fortified Wine.
Beim Champagner-Kurs verkosteten wir neben Prosecco und Cava auch zwei Champagner-Sorten, die beide ausserordentlich gut waren. Auch der Prosecco mit seinen blumigen Duftnoten und dem lieblichen Geschmack hatte mich sehr positiv ueberrascht.
Der Fortified Wein-Kurs behandelte Madeira, Sherry & Port. Eine sehr interessante Erfahrung, da ich bisher noch nie etwas aus dieser Familie getrunken hatte, aber doch etwas zu stark fuer meinen Geschmack. Der Madeira und der suessere Port haben mir am besten gefallen.
Alles in allem - ich wuerde mich jetzt nicht als Weinexperte bezeichnen (habe aber zumindest schon Oak Aging erkannt bei einem Wein in LA), aber in Zukunft definitiv mehr Zeit damit verwenden, Wein genauer auszusuchen und zu riechen. Und ich freue mich schon sehr, dieses Wissen Weihnachten mit meinen Eltern zu teilen :)
Anbei einige Eindruecke :
















12/04/2016

Christmas Chaos im Bronner's

Dieses Jahr habe ich beschlossen, mich in das Christmas Chaos im Bronner's in Frankenmuth zu stürzen. https://www.bronners.com
Passend angezogen mit Norweger-Pulli & Mütze ging es los, meine Weihnachte-Amaryllis hat auch pünktlich dazu begonnen zu blühen.



Obwohl ich zeitig losgefahren bin und kurz nach der Öffnung da war, war es unglaublich voll. Aber vor allem - unglaublich kitschig! Neben den Menschenmassen fühlt man sich allein schon durch die Auswahl und Dekoration überfordert. Neben Plastiktannenbäumen in zum Teil absonderlichen Farben (seltsames weiß mit großen Tannenzapfen, gold, Lametta-glitzer-rot, ...) gab es alles, was man zur Weihnachtsdekoration brauchen könnte.








Decken, Aufsteller, Weihnachts-Flaggen, personalisierbare Kugeln, Lametta in den buntesten Farben & vor allem ganz, ganz viele Kugeln und Ornamente zum Aufhängen - und wer hier gedacht hat, dies beschränke sich auf weihnachtstypische Motive wie Santa Klaus, Rentiere, Sterne, Engel etc. ... - falsch gedacht!
Solltet ihr Euren Weihnachtsbaum z.B. dieses Jahr tropisch dekorieren wollen mit Hawaiikette, Delfin, Orca, bunten Seepferdchen oder einem Hula-Mädchen - kein Problem!




Oder eher sportlich mit Baseball, Golf-Loch, Karate-Anzug, Fahrrad, Cross-Country-Läufer - herzlich Willkommen bei Bronner's!
Auch für den Jäger (wichtig in Michigan) gab es Gewehr, Tarnkleidung, Hirschkopf & Co.


Wer sich wie auf Safari fühlen möchte, dekoriert stattdessen mit Zebra-Streifen- & Leo-Kugeln, Löwen, Affen, Tigern und Nashörnern (leider gab es fast alles aber kein Nilpferd :( ).

Das liebste Thema der Amerikaner - Essen - war auch stark vertreten: Anhänger mit Burger, Hotdog, BBQ-Grill, Cola, Pepsi, Donuts, Breakfast-Teller, Pancakes, Sushi etc...





Für den Trump-Anhänger (ich kriege immer noch Aggressionen bei dem Gedanken :( ) gabs das weisse Haus, für den patriotischen Amerikaner auch Planwagen, Cowboy-Boots und alles in 'red, white & blue'.


Wer gedanklich lieber sehr weit in der Vergangenheit lebt, für den waren die Dinosaurier das Richtige:



Erstaunlicherweise waren die Einkaufskörbe der Menschen um mich herum recht gut gefüllt, die Preise waren sehr happig - mindestens 15 USD für ein Ornament, nach oben keine Grenzen. Lange Schlangen waren nicht nur an den Kassen, sondern beim Rendezvous mit Santa für die Kids und den Ständen für personalisierbare Kugeln & Anhänger.
Weitere Eindrücke: