2/24/2018

Russian River & Besuch bei Snoopy

Mein zweiter Tag in Bodega Bay startete entspannt - auch etwas beeinflusst vom Wein am vorigen Abend 😉. Da die Bodega Bay Lodge nur knappe acht Minuten Laufzeit vom Strand entfernt war, nutzte ich das sonnige Wetter um statt mit Frühstück den Tag mit einem Strandspaziergang zu starten.  Aufgrund der Bodega Bay vorgelagerten Halbinsel, an der die Klippen hoch und windumtost sind, ist der Strand geschützt, flach und bietet eher moderate Wellen.
Der Weg dorthin führte mich durch ein von verschiedenen Vögeln bewohntes Naturschutzgebiet.






Am Strand angekommen erwartete mich eine Überraschung - in Charleston Ende letzten Jahres hatten wir fast verzweifelt nach "Sanddollars" gesucht aber nur Bruchstücke gefunden. Hier ging ich hinab zum Wasser und schon lag der erste vor mir im Sand. Ein schöner Zufall - ich sammelte insgesamt acht helle (einer überlebte den Transport leider nicht) und einige dunkle, die noch von ihren Borsten/Tentakeln/? bedeckt waren.







Fast zwei Stunden verbrachte ich so am Samstagmorgen am Strand - eine schöne entspannende Alternative zu der anspruchsvollen Woche bei unseren Kunden vorher.














Dann knurrte langsam mein Magen und ich machte mich auf den Rückweg zum Hotel - im angeschlossenen Restaurant gönnte ich mir ein Omelett mit viel frischem Crab Meat.
Gut gestärkt konnte es weitergehen - meine Entscheidung war zugunsten der Küste gefallen und so begab ich mich wieder auf die Route 1, vorerst zu einem kurzen Abstecher in Bodega um die Kirche und das Schulhaus auf Hitchcocks "Die Vögel" zu betrachten, dann weiter an der Küste entlang auf verschlungenen, eng an die Klippen geschmiegten, Straßen.






Ich stoppte an einem Strand kurz vor der Mündung des Russian River, da ich gehört hatte das dort Seehunde liegen würden. Leider gab es keine, dafür eine anspruchsvolle Fahrt die Klippen hinab, auf teils einspurigen Straßen ohne Leitplanke, einen Besuch eines der gefährlichsten Strände in California sowie einen Blick auf eine Felsformation, die mich an Durdle Door in Südengland erinnerte.























Durch den kleinen Ort Jenner fuhr ich noch etwas weiter nordwärts und drehte dann um, um an der Mündung des Russian River entlang landeinwärts zu fahren. Dieses Gebiet war das komplette Gegenteil der Küste - dicht bewaldet mit riesigen Redwoods, dunkle Straßen, ein verhältnismäßig kleiner Fluss und kleine Ansiedlungen voller Holzhäuser. Für manche bestimmt ein perfekter Ort - ich ziehe die Küste definitiv vor.





Während einer kurzen Kaffeepause überlegte ich mir, welches Ziel ich mit der verbliebenen Zeit noch ansteuern wollte, und entschied mich für Santa Rosa. Auf dem Weg dorthin - vorbei an Rebstöcken - entschied ich mich das Railroad Quarter anzusteuern, um die Vintage Shops zu erkunden. Kaum hatte ich jedoch geparkt, entschied ich mich spontan gegen Shopping und für den Besuch des Charles M. Schulz Museum, dem Erfinder der Peanuts. https://schulzmuseum.org






Neben Snoopy waren alle Peanuts Charaktere dort vertreten, es gab alte Comic Strips zu sehen, Vorzeichnungen zu bestaunen und Themengebiete, die sich mit den Themen Sprache, Freundschaft und Essen in den Peanuts Comics beschäftigten sowie mit der Geschichte und dem Werdegang von Charles M. Schulz. Sogar eine von Cristo verhüllte Snoopy-Hütte war ausgestellt.

















Noch ein kurzer Abstecher zur nahegelegenen Eishalle, in deren angeschlossenem Café der Künstler gerne saß um Leute zu beobachten oder zu zeichnen, und zum Gift Shop - dann ging es auf den Highway Richtung Airport, wo sich mein Hotel für die Nacht befand. Diesmal ging es im Stau und im Dunklen über die Golden Gate Bridge.







Ein schöner Kurztrip mit neuen Eindrücken ging am nächsten Tag bei einem Oatmeal-Frühstück mit Blick aufs Wasser zu Ende.


Nach Hause nahm ich nicht nur viele Sand Dollars:


sondern auch schöne Erinnerungen und einen wunderbaren Sonnenuntergang über dem verschneiten Detroit.




2/23/2018

Bodega Bay - Auf den Spuren von Hitchcock & Crabs

Dem eiskalten Michigan-Winter entflohen, beschloss ich meinen Business Trip nach Kalifornien noch um 2 Tage zu verlängern.
Vom San Francisco Airport aus ging es mit dem Mietwagen durch Downtown Richtung Norden, Ziel Bodega Bay an der Küste, (teilweiser) Drehort von Hitchcock's "Die Vögel". Statt dem Highway nahm ich die Route 1, die sich zum großen Teil an der Küste entlang schlängelt. Um auf diese zu gelangen, musste ich jedoch erst einmal durch San Francisco und dann zu meiner großen Freude über die Golden Gate Bridge! Ich habe kurz überlegt anzuhalten und Bilder zu machen, hatte jedoch alle meine Sachen im Auto und noch sehr schlechte Erinnerungen an den letzten Photostop dort...
Daher genoss ich nur die Fahrt auf der Brücke, möglichst langsam auf der rechten Spur, strahlender Sonnenschein & Blick aufs Wasser.
Weiter auf der Route 1 ging es zuerst durch ein hügeliges Gebiet, Wälder, viele Steigungen, Kurven und einige Baustellen. Dann näherte ich mich der Küste und es ging umso kurviger weiter - bergauf, bergab, zum Teil recht steil, starke Kurven, Baustellen, wo der Verkehr nur einspurig möglich war, links von mir die stark abfallenden Küstenfelsen.









Eine sehr beeindruckende Fahrt, auch etwas anstrengend da ich mich sehr aufs Fahren konzentrieren musste, gleichzeitig aber möglichst viel von der Umgebung sehen wollte. Es gab leider wenig Möglichkeiten zum Anhalten - eine habe ich genutzt und schöne Bilder gemacht - daher sind die meisten Eindrücke gut in meinem Kopf abgespeichert. Aber für alle die überlegen dort entlang zu fahren - es lohnt sich definitiv !
Nach knapp drei Stunden Fahrt kam ich in Bodega Bay an. In der Bodega Bay Lodge https://bodegabaylodge.com war mein Zimmer schon bezugsfertig - vom Balkon aus konnte man die Halbinsel sowie die Bucht und das Marschland davor sehen.


Auf genau diese Halbinsel fuhr ich nun für ein spätes Mittagessen - ich hatte gehört dass dort am Fischerei- und Yachthafen die Spud Crab Company leckere Crab-Gerichte anbietet. Die lange Schlange vor Ort schien dies zu bestätigen. Eine kleine, aber feine Karte ... Ich entschied mich für einen Clam Chowder und ein Crab Sandwich. Beides außerordentlich lecker! Den Tisch draußen teilte ich mit einem Ehepaar aus der Gegend das mich gleich noch mit Tipps versorgte.




Ganz in der Nähe befand sich ein marines Forschungszentrum, das nur freitags für zwei Stunden seine Pforten öffnete. Ich schaute natürlich für die noch verbleibende Stunde vorbei und lernte einiges über die Forschungen, die dort und entlang der Küste durchgeführt werden.









Weiter zur Spitze der Halbinsel hin führte eine kleine, löchrige Straße hoch hinaus auf die Klippen, auf denen ein eisiger Wind wehte, sich aber auch ein wunderschöner Blick auf die Küste sowie den Ozean bot. Leider sah ich keine Wale, die zu dieser Zeit an den Küsten entlangziehen.











Auf meinem Rückweg zum Hotel durch das kleine Städtchen Bodega Bay stoppte ich am Hafen und betrachtete einige Einheimische die im durch die Gezeiten freigelegten Schlick nach Krebsen suchten.











Zurück in der Bodega Lodge nutzte ich die letzte halbe Stunde der Happy Hour, in der es Käse-Häppchen und Wein eines Weingutes vom Russian River zu verkosten gab. Der Pinot Noir war nicht ganz mein Fall - rot favorisiere ich eher einen vollmundigeren Cabernet Sauvignon oder Zinfandel - doch der Chardonnay gefiel mir gut. Im Gespräch mit Ann vom Weingut erfuhr ich mehr über die Gegend, die Brände des letzten Jahres, ihre Leidenschaft für Kunst - und zuletzt schenkte sie mir die halbe Flasche Chardonnay, von der ich mir auf der Terrasse ein letztes Glas gönnte.