9/20/2015

... & weiter entlang Maine's schöner Küste.

Nach einem schönen, ruhigen Abend musste ich am Mittwoch das Abalonia Inn leider schon wieder verlassen. Die Ankündigung des Inhabers, es gebe kein Frühstück, entsprach jedoch - zumindest für mich - nicht der Realität : Es gab Kaffee und drei Sorten Muffins. Mehr brauche ich auch nicht :)
Also ab einen Kaffee geschnappt, einen halben Zimtmuffin dazu und hinab zum Strand, den ich am Vortag nicht mehr besucht hatte.
Der Weg war zwar etwas länger, zum Glück jedoch nicht so lang, dass mein Kaffee erkalten konnte & ich habe es sehr genossen, auf einem Holzstuhl direkt am Strand mit Blick auf das Meer & mit dem Rauschen der Brandung als Hintergrund mein Frühstück zu geniessen.



Im Anschluss legte ich einen kleinen Strandspaziergang ein - erstaunlich viele Möwen, aber relativ wenig Muscheln, Steine oder anderes Strandgut im Vergleich zu Ost-/Nordsee. 






Ganz ehrlich - ich wäre am liebsten geblieben. Es war so wunderschön. Aber meine Reiseroute für den Tag war recht ambitioniert, daher musste ich mich vom Sand losreißen, zum Hotel zurück und ab ins Auto. Der nächste Stopp - sehe nah gelegen - hieß Kennebunkport. Kleines nostalgisches Hafenstädtchen mit vielen Souvenirgeschäften. In einem kleinen Namen namens Julia erstand ich ein Retro-Schild für die Küche mit Hummer - bei dem Namen war es eigentlich auch Pflicht, etwas zu kaufen :)







Weiter ging es Richtung Portland, mit einem kurzen Zwischenstopp an einem weiteren wunderbaren Sandstrand:


Portland war im Gegensatz zu Ogunquit und Kennebunkport eine sehr belebte Stadt - vor allem im Hafenbereich, da gerade ein Kreuzfahrtschiff vor Anker gegangen war. Das Stadtbild zeigte sich geprägt von vielen roten Backsteingebäuden, schönen kleinen Geschäften und einem grossen, teilweise rustikalen Hafenbereich. Da die Mittagszeit schon lange vorbei war und mein Magen mittlerweile knurrte, folgte ich der langen Menschenschlange am Portland Lobster Snack und bestellte dort eine Lobster Roll. Die Wartezeit wurde durch ein Gespräch mit zwei Frauen von eben jenem Kreuzfahrtschiff überbrückt.










Mein weiterer Weg führte mich nachmittags Richtung Hotel - das Whitehall In in Camden. Ein kurzer Halt in Wiscasset, wo mit dem Red Eats eine der angeblich 10 besten Lobster Snacks in Maine steht:



Vor Ankunft in Camden ein weiterer - spontaner - Stopp in Rockport, da der Hafenbereich einfach zu schön war um einfach vorbeizufahren :





Dort saß ich noch etwas in der Sonne, beobachtete die Boote und zwei Maler, die am Hafenrand ihre Gemälde fertigstellten. Ein schöner entspannender Halt bevor es zum CheckIn nach Camden ging. Das Whitehall Inn war von Anfang an mein Lieblingshotel gewesen auf dass ich mich am meisten gefreut hatte. Ich wurde auch nicht enttäuscht - es war sehr Design-fokussiert, dabei jedoch gemütlich durch viel Holz und viele bunte Farben. Zum CheckIn erhielt man ein iPad auf dem die wichtigsten Infos zu Camden und Umgebung abgespeichert waren & die Info, dass die Drinks der Bar gerne überall im Haus getrunken werden dürfen - aber bitte nicht an Unter-21-Jährige abgegeben. Ich hatte auch nicht vor meinen Drink zu teilen :)







Nach Erkundung des Zimmers ging es zu Fuss in die Innenstadt von Camden. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde waren die meisten Geschäfte leider schon geschlossen - ich setzte mich also abermals an den Hafen, beobachtete das gerade einlaufende Segelboot, das von einer Tour zurückkam, und genoss den Sonnenuntergang. Als mein Magen langsam Hunger anmeldete, ging es zurück zum Hotel & dort in das hauseigene Restaurant 'Pig&Poet' mit wunderbaren Drinks und einer kleinen, ausgesuchten Karte. Ich hatte zwei hervorragende Cocktails - den zweiten genoss ich als Digestif draussen am Feuer -, eine Lobster Roll und gönnte mir als Abschluss einen wunderbaren Käsekuchen mit Chèvre, Honig, karamellisieren Mandelblättchen und Limettensorbet. Am Feuer traf ich ein irisches Pärchen, das gerade nach Boston gezogen war, und hatte so noch eine angenehme Unterhaltung über europäisch-amerikanische Auswanderungserlebnisse :) bevor es Richtung Bett ging.





9/19/2015

Auf dem Weg zur ersten Lobster Roll ...

Nach zwei wunderbaren, aber zu kurzen Tagen in Boston hiess es am Dienstag auf zum Airport, Mietwagen abholen & Richtung Küste und erste Lobster Roll!
Nachdem ich meinen Santa Fe (fuhr sich überraschend gut, nur der tote Winkel ist durch die Verbauweise der hinteren Fenster absolut schlecht) abgeholt hatte, machte ich mich zuerst auf den Weg nach Salem. Salem, seines Zeichens auch Stadt der Hexenprozesse, ist bestimmt auch ein lohnendes Ziel um Halloween herum für diejenigen unter Euch, die sich gerne gruseln - neben dem Salem Witsch Museum gab es Nachttouren über den alten Friedhof, diverse Spukhäuser & Museen & Gruseltouren. Bei strahlendem Sonnenschein und unglaublichen 93 F war die Kulisse jedoch nicht Gänsehaut-verursachend, sondern einfach nur unglaublich warm. Nach einem Bummel durch die Innenstadt zum Hafen & wieder zurück habe ich mir daher spontan in einem niedlichen Vintage Shop ein wunderbares Pünktchenkleid gekauft - und gleich angezogen. Die Shopbesitzerin empfahl mir ein bei Einheimischen beliebtes Café in der Nähe, wo ich meine Lunchpause einlegte.










Von Salem aus ging es gestärkt nach Newburyport - ein Tipp den ich bekommen hatte und der sehr lohnenswert war. Eine schöne malerische Innenstadt, etwas Entspannung auf dem Marktplatz mit einem eiskalten Kaffee und dann ab zum Hafen und dort am Wasser sitzend den Schiffen zuschauen. Über Skype konnten auch meine Eltern etwas von der schönen Atmosphäre geniessen (auch wenn ich Euch lieber dabei gehabt hätte!).










Newburyport wäre demnach eine schöne Stadt gewesen, noch etwas Zeit zu verbringen - mein B&B für die Nacht hatte ich jedoch weiter nördlich in Ogunquit gebucht, daher hiess es - wieder auf die Strasse. Entlang der Küste näherte ich mich diesem bezaubernden Ort mit dem interessanten Namen und der langgezogenen Küsten- und Strandlandschaft. Auch mein Hotel für die Nacht - das Abalonia Inn- war ganz bezaubernd, sehr familiär geführt, freundliche Begrüßung und ein liebevoll eingerichtetes Zimmer :


Mittlerweile war ich jedoch wirklich hungrig und liess mir den Weg zum Hafen - dort sind die Lobster Shacks! - erklären. Da Oguinquit eine sehr langgezogene Stadt ist, bedeutete das erst einmal ca 30 Minuten Fussweg durch den Stadtkern, vorbei an vielen kleinen Boutiquen und Restaurants. 
Am Hafen musste ich mich dann zwischen Restaurant und Lobster Shack (kleine Bude eher wie ein Bistro) entscheiden - die Wahl fiel auf letzteres. Meine erste Lobster Roll wurde begleitet (traditionell) von Chips und Cole Slaw. Dazu entschied ich mich für ein Glas Chardonnay. Ein recht gut gefülltes Glas - zum Glück war ich nicht mit dem Auto gefahren ...








Zurück ging es dann nicht durch die Stadt sondern über einen Wanderweg entlang der Klippen. Einfach nur wunderschön, die rauen Felsen, einzelne Sträucher und Blumen, der Sonnenuntergang, der das Meer langsam färbte, Ruhe und Meeresrauschen in der Ferne. Wieder zurück in der Innenstadt, die äussert belebt war, gönnte ich mir noch einen Abendsnack in einer Chocolaterie - chocolate covered cherries & espresso beans. 








Dann ging es gesättigt und voller schöner Eindrücke ins Bett.