Im Anschluss an den Besuch der Klosterruine Hirsau ließ ich es mir nicht nehmen, dem Klostermuseum im Ort einen Besuch abzustatten, das direkt an der ersten Klosterkirche liegt, die dem Heiligen Aurelius gewidmet wurde.
Sehr detailliert ließen sich im Museum Einblicke in das Kloster Hirsau, die Bauweisen sowie das Klosterleben gewinnen. Ergänzt durch ausgewählte Exponate aus der Gegend, sowohl geborgene Figuren und Schlusssteine, oft kunstvoll verziert, des Klosterkomplexes sowie der Kirche Peter-und-Paul, als auch Ausstellungsstücke zur Geschichte des Ortes Hirsau.
Besonders der Bereich zum klösterlichen Leben war sehr interessant - die Benediktiner-Mönche erfreuten sich zwar der Möglichkeit zur Bildung - keine Selbstverständlichkeit in damaligen Zeiten - aber mussten dafür in Sachen Hygiene oft zurückstecken. Für Hände & Gesicht gab es in Summe 4 Handtüchern, die nach den Rängen in der klerikalen Hierarchie aufgeteilt wurden. Gebadet werden durfte zweimal im Jahr - vor Weihnachten und vor Ostern - anders als im Kloster Blaubeuren, das ein eigenes Badehaus besaß (wen es interessiert - hier ist der Beitrag zu finden). In Kombination mit nur wenig beheizten Räumen ergab sich ein hoher Krankenstand.
Auch eine interessante Anekdote zum Heiligen Aurelius: erst wurden die Gebeine aus Mailand nach Hirsau geschafft, eine eigene Kirche errichtet, die die Basis für die späteren Klosteranlagen bildete, dann driftete der Heilige über die Jahre in die Bedeutungslosigkeit ab, bis seine Gebeine an einen Adeligen verschenkt wurden, der sie fortan in seinem Keller einlagerte.






































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(Albert Einstein)