9/13/2015

A bit of Italy in Boston

Der erste Tag meines Urlaubs - nach der Ankunft in Boston ging es zuerst Richtung Hotel, das Royal Sonesta in Cambridge, gleich am Wasser gelegen (Royal Sonesta).
Mein Zimmer war zwar für amerikanische Verhältnisse recht klein, aber hatte einen wunderbaren Blick auf den Fluss und die dort geankerten Boote.



Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es Richtung Innenstadt - am Museum of Science vorbei und dann zur Fauneil Hall und dem Quincy Market. Der ganze Bereich ähnelt er einer europäischen als einer amerikanischen Grossstadt. Natürlich gibt es die obligatorischen Wolkenkratzer, aber nicht in der Höhe & Menge wie z.B. in Chicago, und sie stehen inmitten von kleinen Parks, roten Backsteinbauten und Fussgängerstrassen aus altem Kopfsteinpflaster.





Die Market Hall besteht aus drei nebenanderliegenden Gebäuden, wobei rechts & links verschiedene Geschäfte untergebracht sind und das mittlere verschiedenste Essensstände und ein paar Restaurants beherbergt. Das Viertel war sehr gut besucht & es gab viel Auswahl, die Lobster Rolls habe ich mir allerdings für Maine aufgehoben und habe mich stattdessen für ein Abendessen im italienischen Viertel entschlossen.














Vom Dinner habe ich leider kein Photo - es gab Linguine all arrabiata mit frischen Shrimps in einem der unzähligen italienischen Restaurants. Unglaublich wie gefüllt das Viertel war - alles kleine enge Gässchen, überall Restaurants oder Süßigkeiten-Geschäfte mit Cannoli oder Gelato, vor denen sich lange Schlangen gebildet hatten. Gesättigt ging es wieder zurück nach Cambridge.

Ein Snob ist jemand, für den der Hummer nur die Vorspeise zu einer Pellkartoffel ist. (Hans Clarin)

Bevor ich in den nächsten Tagen die Reiseberichte zu meinem Trip nach Boston & Maine verfasse - die Anzahl der Bilder, die es zu bearbeiten gilt, ist unerwartet gross :) - anbei vorab eine kurze Zusammenfassung meiner Reise :
Am Sonntag ging es mit dem Flieger nach Boston, dort habe ich zuerst die Markthalle und das italienische Viertel erkundet. Boston ist eine in der Tat recht europäisch angehauchte US-Grossstadt, mit viel rotem Backstein, kleinen Grünanlagen und Kopfsteinpflaster. Mein Hotel - das Royal Sonesta - lag direkt am Wasser und in ca 30 Minuten konnte die Innenstadt zu Fuss erreicht werden, perfekt, da das Wetter wunderbar sonnig war. 
Der Montag war weitestgehend der Erkundung des Freedom Trails gewidmet, abends ging es kurz nach Chinatown und dann wieder zurück ins North End.
Dienstag morgen musste ich Boston leider bereits wieder verlassen, erst einmal gen Flughafen, meinen Mietwagen abholen, und dann Richtung Maine. Der erste Stopp fand in Salem statt, Ort der grossen Hexenprozesse, bei strahlendem Sonnenschein und 93 Grad Fahrenheit (!) allerdings eher ermüdend warm statt gruselig. Weiter ging es nach Newburyport - ebenfalls ein sehr schönes Städtchen mit Hafenbereich, wo ich gemütlich in der Sonne sitzen konnte. Mein Hotel für den Abend lag in Ogunquit, eine wunderbare Stadt mit langgezogenem Strand und einer tollen Klippenlandschaft, die ich nach der ersten Lobstet Roll zum Abendbrot als Rückweg zum Hotel nutzte. Das Abalonia Inn war ein sehr niedliches, familiengeführtes Inn.
Am Mittwoch genoss ich mein Frühstück am Ogunquiter Strand & wollte eigentlich gar nicht mehr weiter... Trotzdem ging es nach einem kurzen Strandspaziergang zum Auto und zu meinem ersten Zwischenstopp in Kennebunkport - beliebtes Sommerziel von US Präsidenten. Von dort aus weiter nach Portland, wo ich pünktlich zum Mittag meine zweite Lobster Roll genoss. Über Wiscasset ging es an der Küste weiter entlang Richtung Camden, mein Ziel für die Nacht. Vorher genoss ich jedoch noch etwas die Abendsonne in dessen Nachbarstädtchen Rockport. Noch ausreichend durch die Lobster Roll gesättigt, erkundete ich nach der Ankunft in meinem wunderbaren Hotel - das Whitehall Inn - die Innenstadt von Camden, bevor es zu Dinner & Drinks ins Pig & Poet Restaurant ging. 
Donnerstag morgen musste ich leider auch Camden wieder verlassen, weiter Richtung Norden die Küste entlang. Ein kurzer Halt in Northport, ein längerer Halt in Belfast mit Hafenerkundung, dann weiter Richtung Acadia National Park & Bar Harbor. In Bar Harbor nahm ich mir wieder mehr Zeit für die Besichtigung der Stadt, den Genuss der Ausblicke auf die schöne Küstenlandschaft und ein paar Momente der Ruhe am Hafen. Mittag - Lobster Roll natürlich - gab es in einem Pub, der von der NY Times empfohlen wurde. Im Anschluss ging es Richtung Landesinnere, ein Zwischenstopp in Bangor & dann zum Hotel nach Augusta, die Hauptstadt von Maine. Abends war ich auch recht platt und bin früh ins Bett. 
Freitag morgen erkundete ich kurz Augusta, stellte jedoch fest, dass mir die Stadt nicht besonders gut gefiel, daher kurze Planänderung und wieder zurück nach Portland, für das ich am Mittwoch leider nicht genug Zeit hatte. Diesmal bummelte ich auch etwas durch die Geschäfte, ging in den Hafenbereich und aß meine letzte Lobster Roll in der Sonne. Dann ging es zurück zum Flughafen nach Boston, das Auto abgeben & nach Harvard zum Irving House mitten in Harvard um am Campus gelegen. Abends genoss ich - nach wunderbaren Photoaufnahmen der untergehenden Sonne über den alten Backsteingebäuden - Dinner & Wein in der Nähe des B&B. 
Samstag morgen ging es weiter mit der Harvard- Erkundung & am frühen Nachmittag leider bereits wieder zum Flughafen und ab nach Hause.

Der Trip in Kurzzusammenfassung :
- 5 Lobster Rolls gegessen (bester Lobster in Camden, beste Combi in Bar Harbor)
- unzählige Meilen auf kleinen Küstenstrassen gefahren 
- ganz viel Sonne genossen 
- italienische Cannoli & Gelato in Boston gegessen 
- die schönste Küstenlandschaft in Ogunquit durchwandert 
- im stylischen Hotel in Camden geschlafen (incl Privat iPad zum Check-In) 
- 1 neues Kleid im Rockabilly-Style in Salem gekauft 
- den Freedom Trail erkundet 
- eine ganze Speicherkarte voll Bilder gemacht (immer noch am Bearbeiten)
- einen Glas-Hummer für unseren Weihnachtsbaum gekauft 
- am Schluss gar nicht mehr nach Hause gewollt .

8/23/2015

Ist das Kunst oder kann das weg?

Nach den ersten Anfängen bei Paint & Pour habe ich mich letztes Wochenende an eigene Werke gemacht - zwei Zeichnungen mit Collagen-Elementen aus Zeitschriften.
Dieses Wochenende war geprägt von Arbeit - der ganze schöne sonnige Samstag ging für Management-Präsentation drauf :( - aber heute Abend habe ich mir etwas Zeit gegönnt, ein drittes Bild fertig zu stellen, diesmal allerdings ohne das Collagen-Element.
Ich hätte nie gedacht dass Zeichnen so viel Spass machen kann :)







8/16/2015

Frankenmuth - Deutsches Disneyland

Vor kurzem konnte ich es mir dann doch nicht nehmen lassen, Frankenmuth zu besuchen.
Was ist Frankenmuth? werdet ihr Euch nun fragen... Hört sich komisch an, nicht unbedingt amerikanisch. Und das ist es auch nicht, also ... naja... zum Teil. Aber genauer :
Jeder Amerikaner hier in der Gegend wird Dir als Deutschem empfehlen, nach Frankenmuth zu fahren - etwas über eine Stunde entfernt, Outlet Birch Run liegt in der Nähe & es ist eine deutsche Stadt... Jeder Deutsche hier in der Gegend wird lachen und Dir empfehlen, nicht hinzufahren - oder wenn, dann um sich über dieses 'Deutsche Disneyland' zu amüsieren.
Was ist nun mein Fazit? Es war gar nicht so schlimm wie befürchtet, aber lustig anzuschauen. Zumal 'deutsch' hier wohl eher mit 'bayerisch' gleichgestellt wird - ich konnte jedoch auch deutliche Einflüsse aus der Schweiz (Käse überall...) und Österreich (Wiener Pferdekutschen überall...) ausmachen. Interessant war auch die Betrachtung der Häuser von Nahem - da stellt sich das Fachwerkhaus dann schnell als US-Haus mit aufgeklebten dünnen Holzpaneelen als Fachwerk und aufgemalten Dachschindeln dar.
Aber ich möchte Euch natürlich meine Eindrücke nicht vorenthalten :
































Zu guter Letzt muss aber wohlwollend hinzugefügt werden, dass das Essen in dem Restaurant, in dem wir abends einkehrten (Prost), sehr lecker und sehr europäisch war - in Richtung Italien/Spanien.