Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah... Und trotzdem macht man es oft zu selten - zum Beispiel das wunderschöne Barockschloss Ludwigsburg besichtigen. Im Blühenden Barock bin ich Dauergast, zur Schlossführung habe ich es irgendwie nie geschafft. Bis jetzt!
Zur Feier des Tages besuchte ich gleich beide verfügbaren Schlossführungen hintereinander - erst Herzog, dann Herzogin. Die Gruppen waren immer sehr klein, dadurch konnte ich viele Fragen stellen und es fühlte sich - ähnlich wie in Schloss Schwetzingen (Blog hier) wie eine Privatführung an.
Das Residenzschloss Ludwigsburg wurde ab 1704 errichtet und bis 1816 im Auftrag verschiedener Herzöge anhand verschiedener Baumeister erweitert und umgebaut. Dadurch mischen sich in den Räumen barocke, klassizistische sowie Rokoko-Elemente und Stile. Das gesamte Gebäude umfasst so viele Räume - die herzöglichen Gemächer werden aktuell umfangreich renoviert - dass neben den zu besichtigenden Räumen noch Verwaltung sowie Museen im Schloss untergebracht sind.
Typische Elemente wie man sie aus Barock-Schlössern wie Versailles kennt, sind reichlich zu finden - Spiegelkabinette, Festsäle, prunkvolle Wandteppiche oder Deckengemälde. Ganze zwei Kirchen gibt es im Schloss - evangelisch und katholisch, da manche Herzog-Paare unterschiedlichen Konfessionen angehörten. Die Gruft liegt unter der katholischen Kirche, dort liegt - zu den damaligen Zeiten eher eine Ausnahme - ein Herzogpaar, das eine Liebesheirat führte - und zwischen ihren Särgen eine Urne mit ihren verbrannten Liebesbriefen bestatten ließ. Besonders außergewöhnlich ist das große Schlosstheater mit mehreren Rängen, in dem vereinzelt Aufführungen stattfinden.
Nach den Führungen erkundigte ich noch das Lapidarium, in dem verschiedene Statuen aus dem Schloss und Garten ausgestellt waren - ein perfekter Abschluss!




















































































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(Albert Einstein)