Nachdem bereits Bangor den Abend davor meinen Geschmack nicht so unbedingt getroffen hatte, zeigte sich Augusta noch trostloser. Die Häuserzeilen der Innenstadt sahen schon ganz schön aus - es war natürlich nicht hilfreich, dass es an diesem Morgen grau & regnerisch war - aber die Geschäfte waren entweder leer oder überhaupt nicht einladend.
Ein kurzer Bummel die Main Street rauf & runter und der Entschluss war schnell gefasst - zurück zum Auto und wieder ab an die Küste, nach Portland. Diese Stadt hatte mir bereits beim ersten Besuch sehr gut gefallen, leider hatte ich dort nicht so viel Zeit.
Die Entscheidung stellte sich auch wettertechnisch als goldrichtig heraus - an der Küste lichteten sich die Wolken bald wieder und die Sonne kam durch.
So genoss ich einen ruhigen Stadtbummel durch Portlands Gassen, schaute mir den Hafenbereich genauer an & gönnte mir eine letzte Lobster Roll in der Sonne, bevor es zurück zum Flughafen ging um mein Auto abzugeben.
Nachdem ich meinen Santa Fe wieder wohlbehalten bei Hertz abgeliefert hatte, gönnte ich mir den Luxus eines Taxis nach Cambridge. Eigentlich wollte ich den Bus nehmen bis zur South Station und dort weiter mit der U-Bahn, aber als ich am Terminal ankam, zeigte die Anzeige den nächsten Bus erst in 27 min an - und dafür war mir meine Zeit dann doch zu kostbar. So kam ich nach 30 min am Irving House - einem Bed & Breakfast in unmittelbarer Nähe zum Harvard Campus - an. Kurz aufs Zimmer und dann gleich wieder nach draussen, den Campus sowie die umliegenden Gässchen erkundigen. Da es schon etwas später am Nachmittag war, begann der Sonnenuntergang und färbte die Häuserdächer in schönen goldgelben Farben.
Am nächsten Morgen ging es - gestärkt durch das B&B Frühstück, das überraschend vielseitig war, wieder Richtung Harvard, entlang des Law Campus weiter Richtung Cambridge und dann zurück zu einem Platz, wo sich zur Mittagszeit Foodtrucks versammelt hatten. Dort liess es sich in der Sonne noch gut aushalten, bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machen musste.