9/27/2015

Going to Harvard

Der letzte Tag meiner Boston/Maine-Reise bricht an - leider ging es viel zu schnell vorbei. Ein definitives Fazit konnte ich an diesem Morgen bereits ziehen - Maines Küste gefällt mir wesentlich besser als die Städte im Landesinneren.
Nachdem bereits Bangor den Abend davor meinen Geschmack nicht so unbedingt getroffen hatte, zeigte sich Augusta noch trostloser. Die Häuserzeilen der Innenstadt sahen schon ganz schön aus - es war natürlich nicht hilfreich, dass es an diesem Morgen grau & regnerisch war - aber die Geschäfte waren entweder leer oder überhaupt nicht einladend.




Ein kurzer Bummel die Main Street rauf & runter und der Entschluss war schnell gefasst - zurück zum Auto und wieder ab an die Küste, nach Portland. Diese Stadt hatte mir bereits beim ersten Besuch sehr gut gefallen, leider hatte ich dort nicht so viel Zeit.
Die Entscheidung stellte sich auch wettertechnisch als goldrichtig heraus - an der Küste lichteten sich die Wolken bald wieder und die Sonne kam durch.
So genoss ich einen ruhigen Stadtbummel durch Portlands Gassen, schaute mir den Hafenbereich genauer an & gönnte mir eine letzte Lobster Roll in der Sonne, bevor es zurück zum Flughafen ging um mein Auto abzugeben.












Nachdem ich meinen Santa Fe wieder wohlbehalten bei Hertz abgeliefert hatte, gönnte ich mir den Luxus eines Taxis nach Cambridge. Eigentlich wollte ich den Bus nehmen bis zur South Station und dort weiter mit der U-Bahn, aber als ich am Terminal ankam, zeigte die Anzeige den nächsten Bus erst in 27 min an - und dafür war mir meine Zeit dann doch zu kostbar. So kam ich nach 30 min am Irving House - einem Bed & Breakfast in unmittelbarer Nähe zum Harvard Campus - an. Kurz aufs Zimmer und dann gleich wieder nach draussen, den Campus sowie die umliegenden Gässchen erkundigen. Da es schon etwas später am Nachmittag war, begann der Sonnenuntergang und färbte die Häuserdächer in schönen goldgelben Farben.











Am nächsten Morgen ging es - gestärkt durch das B&B Frühstück, das überraschend vielseitig war, wieder Richtung Harvard, entlang des Law Campus weiter Richtung Cambridge und dann zurück zu einem Platz, wo sich zur Mittagszeit Foodtrucks versammelt hatten. Dort liess es sich in der Sonne noch gut aushalten, bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machen musste. 









9/24/2015

Schwieriger Abschied

Der letzte Tag in Maine brach an - und es hiess Abschied nehmen von Camden. Als ob das Wetter etwas von meiner Stimmung geahnt hätte, verdunkelten Wolken den Himmel. Andererseits hatte ich so kein schlechtes Gewissen, mir mit dem wunderbaren Frühstück im Whitehall Inn noch richtig schön Zeit zu lassen. Im Gegensatz zu vielen Standard-Hotel-Frühstücks in den USA (Waffeln, Bacon, Eggs, Bagel) gab es hier kleine Portionen zum Probieren und nicht die typischen Standard-Gerichte - oder wenn, dann in abgewandelter Form. Alles wurde sehr frisch zubereitet und in kleinen Schälchen frisch von der Küche regelmäßig nachgefüllt. Neben Mini-Aprikosen-Scones mit wunderbarer salziger Butter gab es u.a. Mini-Blaubeer-Muffins mit Streuseln, Zimtschnecken, kleine Schälchen mit Joghurt, gerösteten Mandeln und Blaubeerpüree, Rührei mit Pilzen und eine absolut wunderbare Reispfanne mit verschiedenem Gemüse. Dazu gemütliche Ruhe im wunderschönen Restaurant und Zeit, auf dem Hotel-iPad Nachrichten zu lesen und die Route für den Tag zu planen:



Gut gestärkt ging es auf weiter Richtung Norden auf der Coastal Route mit kurzen Zwischenstopps entlang der Route sowie einem längeren Halt in Belfast, einer kleinen Hafenstadt. Zwar etwas bewölkt so ließ der Regen jedoch glücklicherweise auf sich warten.








Von Belfast aus ging es weiter nach Bar Harbor. Diese Stadt bildet den Eingang zum Acadia National Park und liegt auf einer kleinen Halbinsel, daher anscheinend ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe. Nach der Erkundung der Stadt - die für einen Wochentag überraschend gefüllt war - sowie etwas Zeit am Hafen kündigte sich etwas Appetit an. Meine Online-Nachforschung (ich wollte auf keinen Fall in einem Kreuzfahrt-Touri-Fallen-Restaurant landen) ergab eine Empfehlung der NY Times für einen Pub namens 'Thirsty Whale'. Als Nicht-Biertrinkerin bin ich nun nicht per se die begeisterte Pubgängerin - aber man soll ja immer mal etwas Neues ausprobieren. Und es hat sich absolut gelohnt! Lobster Chowder und auch Lobster Roll waren wirklich hervorragend.















Bevor es wieder Richtung Auto ging musste ich allerdings doch noch zumindest in einen der vielen Ansichtsläden... Jetzt sind wir - vorausgesetzt die Lufthansa geht sorgsam mit meinem Koffer um im Dezember - stolze Besitzer eines Hummer-Anhängers für den Weihnachtsbaum! :-D

Mein Weg nach Bar Harbor führte mich ins Landesinnere mit Ziel Augusta, Hauptstadt von Maine, und Ort meiner letzten Übernachtung vor Rückkehr nach Boston. Zwischendrin machte ich Halt in Bangor, stellte jedoch fest, dass mir die Stadt - nicht von den Häusern, sondern eher von der Art der Geschäfte und dem Ambiente - nicht so gut gefiel.






Gegen Abend erreichte ich schliesslich mein Hotel für die Nacht. Da es in Augusta recht bewölkt und ich erschöpft war, blieb ich diesen Abend 'zuhause' und gönnte mir einen gemütlichen Leseabend und Schlaf.